Sammlungen evakuieren, gefährdete Bauwerke digital dokumentieren, Museen mit dringend benötigter Ausrüstung versorgen: All dies gehört in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs zum Alltag. Darüber berichten Fachleute des Ukraine Art Aid Center (UAAC) und des ukrainischen Unternehmens Skeiron am 6. November 2026 bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Fachmesse denkmal in Leipzig.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung „Saving Ukrainian Cultural Heritage in Wartimes“ stehen praktische Erfahrungen beim Schutz von Kulturgütern im Krieg – und die Frage, was andere europäische Länder daraus für ihre eigene Notfallvorsorge lernen können.
Das UAAC unterstützt ukrainische Museen, Archive und weitere Kultureinrichtungen unter anderem mit Transportkisten, Archivmaterialien, Feuerlöschern und technischer Ausrüstung. Das ukrainische Unternehmen >>Skeiron dokumentiert gefährdete Bau- und Kulturdenkmale mit 3D-Laserscanning und Fotogrammetrie. Die entstehenden digitalen Modelle können für die Forschung, die Vermittlung und einen möglichen Wiederaufbau genutzt werden.
Wie haben sich die Bedürfnisse vor Ort verändert? Welche Maßnahmen haben sich bewährt, und wo bestehen weiterhin Herausforderungen? Diese Fragen werden aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert.
Auf dem Podium:
- Yurii Prepodobnyi, Skeiron, Ukraine
- Michał Krasucki, >>Nationales Institut für Kulturerbe (NID), Polen
- Dr. Johannes Nathan, Vorsitzender des Ukraine Art Aid Center, Deutschland
Moderation: Prof. Dr. Tanja Zimmermann
Freitag, 6. November 2026 | 10:15–11:45 Uhr
denkmal-CAMPUS (Lab), Halle 2, Stand L07 | Leipzig
Die Diskussion findet auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt.
- >>Mehr über die Veranstaltung erfahren
- >>Hintergrundbericht der Leipziger Messe zum Kulturgutschutz in der Ukraine
Bildnachweis: denkmal 2026