Zweimal innerhalb von nur zwei Wochen war das >> Olexandr-Dowschenko-Filmstudio in Kyjiw Ziel russischer Raketenangriffe. Die Schäden sind enorm – doch nicht alles wurde zerstört.
>> Am 2. und 15. Juni trafen russische Raketen mit dem Filmstudio eine der bedeutendsten Film- und Kulturinstitutionen der Ukraine. Insgesamt wurden 18 Gebäude des Studiogeländes beschädigt, darunter auch der historische Hauptdrehpavillon aus den Jahren 1927–1928.
Zu den schwersten Verlusten zählt die >> größte und älteste Kostümsammlung der Ukraine. Rund 100.000 historische Kostüme sowie etwa 3 Millionen einzelne Kleidungsstücke, die über Jahrzehnte in Filmproduktionen zum Einsatz kamen, wurden vernichtet.
Erhalten blieb jedoch das Filmarchiv des Studios. Nur etwa zehn Meter von der Einschlagstelle entfernt lagern rund 600 Filme, von denen einige ausschließlich auf originalem Filmmaterial existieren.
In den Tagen nach den Angriffen stellte das UAAC dem Filmstudio Notfallausrüstung zur Verfügung, um die beschädigten Gebäude zu sichern und die erhaltenen Sammlungen zu schützen. Geliefert wurden unter anderem Stromstationen, Luftentfeuchter, LED-Arbeitsleuchten, Powerbanks, Datenspeicher, Werkzeuge sowie Verpackungs- und Sicherungsmaterial.
Diese Unterstützung ist Teil der laufenden Nothilfe des UAAC für ukrainische Kulturinstitutionen. Sie wird durch die großzügige Förderung des Auswärtigen Amtes sowie durch die Unterstützung zahlreicher Partnerinnen, Partner und Freundinnen und Freunde des UAAC ermöglicht.
Der Schutz gefährdeter Sammlungen in den ersten Tagen nach einem Angriff ist oft entscheidend dafür, was für kommende Generationen bewahrt werden kann.
Bildnachweis: Social-Media-Beitrag von Tetiana Bereschna, Kulturministerin der Ukraine.