Die wirksamste Nothilfe beginnt oft lange vor einem Angriff. Im April stellte das UAAC 15 Museen und dem Regionalarchiv der Oblast Mykolajiw Notfallausrüstung für den Kulturgutschutz zur Verfügung.
Die Lieferung erfolgte nicht als Reaktion auf einen konkreten Angriff. Ihr Ziel war es, die Einrichtungen auf zukünftige Notfälle vorzubereiten.
Die Oblast Mykolajiw liegt heute nicht mehr unmittelbar an der Front. Dennoch wird die Region weiterhin regelmäßig mit Raketen und Drohnen angegriffen. Kulturelle Einrichtungen bewahren dort Sammlungen, die von der Geschichte der Südukraine erzählen. Dazu gehören archäologische Funde, Zeugnisse der Schifffahrtsgeschichte und das vielfältige kulturelle Erbe des Schwarzmeerraums.
Zur Lieferung gehörten Verpackungsmaterialien, LED-Beleuchtung, Stromstationen sowie weitere praktische Hilfsmittel für den Kulturgutschutz. Diese Ausrüstung wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Im Ernstfall kann sie jedoch entscheidend sein. Wenn Materialien bereits vor Ort vorhanden sind, können Sammlungen schneller gesichert, verpackt oder aus gefährdeten Bereichen gebracht werden.
Der Schutz von Kulturerbe beginnt deshalb nicht erst nach einem Angriff. Er beginnt mit guter Vorbereitung – denn jede Einrichtung, die über die notwendige Ausrüstung verfügt, kann im Notfall schneller handeln und ihre Bestände wirksamer schützen.
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes sowie gemeinsam mit internationalen und ukrainischen Partnerinnen und Partnern unterstützt das UAAC Museen, Archive und Bibliotheken in der gesamten Ukraine. Die Hilfe reicht von der unmittelbaren Nothilfe bis zur langfristigen Vorbereitung auf zukünftige Krisen. >> So stärkt das UAAC die Widerstandsfähigkeit der Kulturinstitutionen und trägt dazu bei, das kulturelle Erbe der Ukraine dauerhaft zu bewahren.
Bildnachweis: UAAC Kyjiw