Sie koordiniert seit Beginn der russischen Vollinvasion die Verteilung von Hilfsgütern an Kultureinrichtungen in der zentralen und östlichen Ukraine: Dafür hat Präsident Wolodymyr Selenskyj jetzt Iryna Nikiforova, langjährige Koordinatorin des UAAC-Hubs in Kyjiw, mit dem Iwan-Mazepa-Kreuz ausgezeichnet.
Das Iwan-Mazepa-Kreuz würdigt besondere Verdienste um die Bewahrung und Wiederbelebung des kulturellen, historischen und weiteren nationalen Erbes der Ukraine sowie herausragendes humanitäres und gemeinnütziges Engagement.
Hilfe dorthin bringen, wo sie gebraucht wird
Seit 2022 koordiniert Iryna Nikiforova die Arbeit des UAAC-Logistik-Hubs in Kyjiw. Dort treffen regelmäßig Hilfslieferungen aus Deutschland ein. Verpackungs- und Schutzmaterialien, Werkzeuge, Notstromtechnik, Geräte zur Klimakontrolle und weitere Ausrüstung werden anschließend an Kultureinrichtungen im ganzen Land weiterverteilt, darunter auch kleine Museen, Archive und andere Einrichtungen in frontnahen Regionen.
An die ersten Wochen der Zusammenarbeit erinnert sie sich noch gut:
„Unsere Zusammenarbeit mit dem UAAC begann am 2. März 2022. Schon Anfang April kam der erste Lkw mit fünf Tonnen Hilfsgütern nach Kyjiw – damals waren Plastikboxen, Archivkartons, Klimakisten und Verpackungsmaterialien für die Museen ein wahrer Schatz. Seitdem ist aus den ersten Lieferungen ein Logistiknetzwerk entstanden, über das wir heute Kultureinrichtungen in der ganzen Ukraine erreichen, insbesondere in frontnahen und grenznahen Regionen.“
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, dass die Unterstützung auch kleinere Einrichtungen und Regionen erreicht, die besonders stark vom Krieg betroffen sind. Viele Einrichtungen holen die benötigten Materialien selbst in Kyjiw ab. Hilfsgüter für frontnahe und grenznahe Regionen werden häufig zunächst in die jeweiligen Regionalzentren gebracht und von dort weiterverteilt; abgelegene Museen werden auch per Versand oder mithilfe von Freiwilligen erreicht.
Bis heute haben >>Hilfslieferungen des UAAC mehr als 1.000 Kultureinrichtungen in der Ukraine erreicht. Dabei geht es nicht nur um den Schutz von Sammlungen. Gerade unter den Bedingungen regelmäßiger Stromausfälle hilft die bereitgestellte Ausrüstung den Einrichtungen auch dabei, ihre Arbeit fortzusetzen.
„Mit Generatoren, Powerstations, Hilfsmaterialien und weiterer Ausrüstung können viele Einrichtungen selbst während der Blackouts weiterarbeiten und schnell auf die Risiken reagieren, mit denen sie täglich konfrontiert sind. Deshalb sehe ich das Iwan-Mazepa-Kreuz nicht nur als Auszeichnung meiner Arbeit, sondern als Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes“, sagt Iryna Nikiforova.
Johannes Nathan, Vorsitzender des UAAC sagt dazu: „Diese Auszeichnung unserer Koordinatorin Iryna Nikiforova ist eine große Freude – ein Ansporn für alle, die sich im Ukraine Art Aid Center einsetzen! Mit den Hubs in Berlin, Lwiw und Kyjiw und und zahlreichen, oft ehrenamtlich Mitwirkenden, ist das UAAC ein echtes Gemeinschaftswerk, das ohne die großzügige Unterstützung unserer Geldgeber, insbesondere des deutschen Auswärtigen Amtes, nicht arbeiten könnte!“
Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, dass die Unterstützung auch kleinere Einrichtungen und Regionen erreicht, die besonders stark vom Krieg betroffen sind. Bis heute haben die mehr als 1.000 Kultureinrichtungen in der Ukraine erreicht.
Die Auszeichnung erfolgte mit >>Dekret des Präsidenten der Ukraine vom 14. August 2026 anlässlich des 975-jährigen Bestehens der Kyjiwer Höhlenlawra. Geehrt wurden Persönlichkeiten für ihren Beitrag zur Entwicklung der Lawra, zur Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes der Ukraine sowie für wissenschaftliches und gemeinnütziges Engagement.
Bildnachweis: Svitlana Gaga-Sheremetyeva