Wissen teilen, Unterstützung stärken

23. Juni 2026

Der Schutz des kulturellen Erbes der Ukraine erfordert in diesen Zeiten des Krieges nicht nur materielle Hilfe, sondern auch den fachlichen Austausch, die Vermittlung von Wissen und die Vertiefung des allgemeinen Verständnisses für die Situation von Kulturinstitutionen. In den vergangenen Wochen beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter des UAAC an verschiedenen Vorträgen, Ausstellungen und Fachveranstaltungen in Deutschland und Polen.

Am 22. Mai sprach Khrystyna Ahner bei einer >> Veranstaltung der Kunsthalle zu Kiel und des Flandernbunkers über die Arbeit des UAAC sowie über die Herausforderungen des Kulturgutschutzes unter Kriegsbedingungen. Anhand von Beispielen aus Tschernihiw und der Region Poltawa stellte sie konkrete Maßnahmen zur Sicherung gefährdeter Kulturgüter vor und beleuchtete die Bedeutung des kulturellen Erbes für gesellschaftliche Identität und Resilienz.

Vom 8. bis 10. Juni nahm Vira Orlovska am >> IV. Kongress für den Schutz des Kulturerbes (KOBED’26) in Krakau teil. Die Konferenz widmete sich Fragen der Kulturgutsicherheit und der Vorbereitung von Kulturinstitutionen auf Krisen- und Notfallsituationen. Im Rahmen des Fachprogramms stellte sie die Erfahrungen des UAAC vor und sprach über die Rolle internationaler zivilgesellschaftlicher Initiativen beim Schutz kulturellen Erbes in Kriegszeiten.

Ein weiterer Höhepunkt war die Eröffnung der >> Banner-Ausstellung „Kulturgutschutz in der Ukraine: Ukraine Art Aid Center am 16. Juni in der Universitätsbibliothek Marburg. Bei der Eröffnungsveranstaltung sprach Prof. Dr. Matthias Müller, Vorstandsmitglied des UAAC, über die Arbeit des UAAC sowie über die Bedeutung der Ukraine für die europäische Kulturgeschichte. Dr. Christian Bracht, Universität Marburg, präsentierte zudem das vom UAAC unterstützte >> Dokumentationsprojekt des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg zur historischen Architektur der Ukraine. Die Ausstellung, die noch bis zum 16. August dauert, wurde von der Universitätsbibliothek Marburg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg und der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften Hannover organisiert.

Solche Veranstaltungen schaffen wichtige Räume für Austausch, Vernetzung und internationale Zusammenarbeit. Wir danken allen Partnerinstitutionen und Mitwirkenden, die diese Gespräche ermöglichen und damit dazu beitragen, den Schutz des kulturellen Erbes der Ukraine sichtbar zu machen. Angesichts der anhaltenden Bedrohung ukrainischer Kulturinstitutionen bleiben öffentliche Aufmerksamkeit, fachlicher Austausch und grenzüberschreitende Zusammenarbeit unverzichtbare Bestandteile eines nachhaltigen Kulturgutschutzes.

>> Zu unseren Veranstaltungen

>> Zu unseren Projekten

Bildnachweis: Eröffnung der Bannerausstellung „Kulturgutschutz in der Ukraine“, 16. Juni 2026, Marburg. © Bildarchiv Foto Marburg


Mehr News

14. Januar 2026

Ausrüstung für Restaurierung geliefert

>> mehr
15. Juni 2026

Kulturerbe im Visier: Kyjiw. Charkiw. Dnipro.

>> mehr
17. Juni 2026

Pressemitteilung: Jahresbericht 2025

>> mehr

Jede Spende hilft,

das kulturelle Erbe der Ukraine zu schützen, zu sichern und zu erhalten.

Helfen Sie mit!