Der Ukrainian Cultural Heritage Fund (UCHF) wurde im November 2025 von der ALIPH-Stiftung und dem Ukrainischen Zentrum für Kulturstudien des ukrainischen Kulturministeriums im Rahmen der Allianz für kulturelle Resilienz gegründet. Sein Ziel ist die Bewahrung des kulturellen Erbes sowie der kulturellen Identität und Vielfalt der Ukraine. Im französischen Kulturministerium in Paris wurde Ende Januar die Vorstandsmitglieder des UCHF vorgestellt, unter ihnen Johannes Nathan, Vorsitzender des UAAC.
Dem Vorstand gehören führende Fachleute sowie Vertreter internationaler und ukrainischer Institutionen mit entsprechender Expertise an.
Mitglieder des UCHF-Vorstands sind:
- Alexandra Fiebig, Projektmanagerin bei ALIPH und amtierende Exekutivdirektorin des UCHF
- Valéry Freland, Exekutivdirektor der International Alliance for the Protection of Heritage in Conflict Areas (ALIPH)
- Pierre Heilbronn, Generalinspekteur der Finanzen der Französischen Republik
- Olena Kowalska, stellvertretende Leiterin des Präsidialamts der Ukraine
- Oleksandra Kowaltschuk, stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums Odessa
- Johannes Nathan, Vorsitzender des Ukraine Art Aid Center (UAAC)
- Charles Personnaz, Direktor des Französischen Nationalinstituts für Kulturerbe (INP)
- Sneška Quaedvlieg-Mihailovic, Generalsekretärin von Europa Nostra
Außerdem wird eine Vertreterin oder ein Vertreter der Europäischen Kommission im Vorstand Einsitz nehmen.
Der Vorstand ist das zentrale Leitungsorgan des UCHF. Er legt die strategischen Prioritäten fest und entscheidet über die Finanzierung von Wiederaufbauprojekten. Zu seinen ersten Aufgaben gehört die Auswahl und Unterstützung von Initiativen zur Restaurierung der über 1.600 ukrainischen Kulturerbestätten und -objekte, die durch
den russischen Angriffskrieg beschädigt wurden.
Im Sinne einer Startförderung haben bereits mehrere Staaten (Dänemark, Niederlande, Polen, Spanien, Vereinigtes Königreich, Estland) eine Summe von über 3,5 Mio. Euro für den Fonds bewilligt.
Baldnachweis: UNESCO / Yulia Boyko; grafisch bearbeitet für Gestaltungszwecke
>> Meldung des Ukrainischen Kulturministeriums
